Möbel Ratenkauf ohne Zinsen

Ratenkauf von Möbeln ohne Zinsen

Seit einigen Jahren ködert der Möbelhandel mit dem Kauf von Möbeln auf Kredit. Unterschreiben Sie den Antrag und versiegeln Sie ihn in einem Umschlag zusammen mit den darauf angegebenen Dokumenten (ohne PostIdent Coupon). Versiegeln Sie Dokumente (ohne PostIdent-Coupon) in einem Umschlag. Der Ratenkauf ohne zusätzliche Kosten und ohne Zinsen. Sie erhalten von uns Konditionen ohne Anzahlung, ohne Gebühren und ohne Zinsen - kontaktieren Sie uns.

Vorsicht bei der sogenannten "0 %-Finanzierung"!

Der 0 %ige Finanzierungsanteil ist bei den Konsumenten sehr beliebt. Vor allem Einrichtungshäuser, Elektrofachmärkte und Bau- und Heimwerkermärkte werben mit den auf den ersten Blick attraktiven Kreditverträgen mit einer so genannten 0%-Finanzierung. Die Verzinsung, die normalerweise mit der Kreditaufnahme verbunden ist, liegt bei 0% für diese Finanzierungen, so dass keine Zinsen anfallen. Diese Finanzierungsform versucht viele Kundinnen und -kundinnen, "auf Kredit" Waren zu kaufen, die sich der Kundin sonst einfach nicht erlauben könnte.

Zu beachten ist, dass der Kreditvertrag nicht mit dem Dealer, sondern mit einer Hausbank abgeschlossen wird. Werden vom Kunden, versucht durch die 0%-Finanzierung, mehrere Finanzierungsangebote, z.B. für Autos, Fernsehgeräte, Handys und Möbel bei diversen Anbietern gemacht, geht der Überblick über die finanzielle Situation rasch verloren und der durch die vorteilhaften Finanzierungsangebote angezogene Konsument riskiert, in die Verschuldungsfalle zu tappen.

Selbstverständlich kann die Hausbank auch bei 0% Finanzierung den Kreditvertrag stornieren, wenn die Tranchen nicht bezahlt werden. Schließlich werden zur Zeit zwei Rechtsprobleme bei der 0%-Finanzierung diskutiert: Zum einen hat der Konsument nach 491 BGB ein Rücktrittsrecht beim Abschluß eines Verbraucherkreditvertrages. Für die 0%-Finanzierung, die zinslos und damit kostenlos erfolgt, gibt es daher kein Rücktrittsrecht im Rahmen des Verbraucherschutzes für Verbraucherkreditverträge.

Für einen im ersten Halbjahr 2011 abgeschlossenen Kreditvertrag hat der für Bankenrecht zuständiges Bundesgericht beschlossen, dass ein Konsument, der einen Einkauf durch einen kostenlosen Kreditvertrag, d.h. mit so genannten 0% Finanzierung, finanzieren will, keine Gewährleistungsansprüche ablehnen kann, auf die der Kunde vom Veräußerer aufgrund von Fehlern an der Kaufsache aufgrund des Rückzahlungsanspruchs des finanzierenden Kreditinstituts Anspruch hat.

Selbst nachdem der Käufer vom Verkaufsvertrag mit dem Verkäufer zurückgetreten ist, hat die finanzierenden Banken einen Antrag gegen den Käufer auf Tilgung des an den Verkäufer gezahlten Kredits. Die Einwände des Auftraggebers gegen den Verkäufer, die daher die Basis für den Widerruf bilden, müssen von der finanzierenden Hausbank nicht vorgebracht werden.

Ein Widerruf des Rücktritts vom Kaufvertrag mit dem Kaufmann gegenüber der BayernLB ist dem Kunden nicht gestattet. Eine so genannte Widerspruchserzwingung nach den 358, 359 BGB (alte Fassung) setzt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs einen Verbraucherkreditvertrag nach 491 Abs. 1 BGB voraus, d.h. einen Vermögensschutz.

Der Kreditvertrag mit 0% Finanzierung ist - wie bereits zum Widerrufsrecht erläutert - - nun vom BGH als kein entgeltlicher Kreditvertrag und damit kein Verbraucherkreditvertrag im Sinn von 491 Abs. 1 BGB anerkannt. Infolgedessen zahlt der Verbraucher trotz Rücktritt vom Vertrag die Abschlagszahlungen weiter an die Hausbank und muss sich mit dem Kaufmann um die Rückerstattung kümmern.

Daher finden die Verbraucherschutzbestimmungen bei unverzinslichen Krediten nicht in vollem Umfange Anwendung.

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